05/10/2019

SOFT COLLAPSE. Esssays on new, missing and decaying bridges – ANNE BRANNYS


ERÖFFNUNG: DIENSTAG, 15. Oktober  2019, 19.00 UHR

Dauer der Ausstellung: 16.10. – 30.10.2019

Das Gedächtnis geht nicht verloren. Die Erinnerung ist unauslöschlich. Doch der Weg der Erinnerung geht verloren, die Synapse, deren Kraft variiert – von 0 bis I wie die Wahrscheinlichkeit. (P. Valéry)

In Linz verbinden nur wenige Brücken die Stadtteile diesseits und jenseits der Donau. Weitere neue Brücken sind deshalb derzeit in Planung, um die durch die Verkehrsströme überforderten vorhandenen Brücken zu entlasten. Brücken als Verbindungselemente sind unabdingbar für die Funktionalität unserer äußeren wie inneren architektonischen Komplexe. Sie stellen Kontakt her zwischen Fragmenten und sind damit elementar für Kommunikation und Interaktion. Als Grundlage unserer Denkprozesse werden uns die Brücken zwischen unseren Nervenzellen erst bewusst, wenn sie geschädigt sind, unsere Gehirnsubstanz in Folge degeneriert und wir uns selbst abhanden kommen. Der Versuchsaufbau „Soft Collapse“ thematisiert die Verbindungslinie der Brücke und versucht selbst einen Brückenschlag, um die hier anklingenden Assoziationen in Relation zueinander zu setzen.

Anne Brannys (*1983) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und promovierte im Ph.D.-Studiengang Freie Kunst/Design in Weimar mit der künstlerisch-wissenschaftlichen Dissertation „Eine Enzyklopädie des Zarten“. Für ihre Arbeit an der Schnittstelle Kunst und Wissenschaft wurde sie durch zahlreiche Stipendien und Preise ausgezeichnet.

 

Diese Präsentation ist die vierte Position in einer Serie von KünstlerInnenpositionen.  „Und eins und zwei und drei und vier“ zeigt ausgewählte Arbeiten der vier international tätigen KünstlerInnen Anne Brannys (D), Amanda Dunsmore (IR), Michael Goldgruber (A) und  Josef Ramaseder (A). Über den gesamte Zeitraum von August bis Oktober 2019 lädt zudem ein „Archiv“ ein, weitere Arbeiten der KünstlerInnen zu erkunden.

 

 

 

 

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