27/08/2018

FRAMED – Lotte Schreiber / Siegfried A. Fruhauf


Als FRAME bezeichnet man im Kontext der bewegten Bilder das einzelne Bild, welches in einem Sekundenbruchteil vor unserem Auge vorbei rauscht. Diese kleinste filmische Einheit scheint ein guter gemeinsamer Ausgangspunkt für zwei künstlerische Positionen zu sein, die sich beide im Umfeld des laufenden Bildes bewegen. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Die Zusammenführung der Intentionen von Lotte Schreiber und Siegfried A. Fruhauf will eine nuancierte Vorgehensweise ergründen. Der Titel der Ausstellung hat deshalb einen Buchstaben mehr und lautet FRAMED. Das Tun bis etwas gerahmt ist, seinen Rahmen findet, ist eben entscheidend. Somit ist der Ausstellungstitel ein Verweis darauf, dass es zwar einen gemeinsamen Rahmen gibt, doch der Prozess, auf welche Art etwas an diesem Gerüst ausgerichtet wird, lässt die unterschiedlichen Ansätze erst interagieren. Dabei entsteht kein Making-Off der filmischen Arbeit, sondern eine Dynamik eigenständiger Kunstwerke.

Wie sieht der persönliche Rahmen aus, den man sich in seinem künstlerischen Schaffen zurecht gelegt hat, welchen Ausschnitt der Welt nimmt man ins Visier? Das ist die verbindende Frage, die bei der Auswahl der Werke zur Seite stand und mit der man versucht in einer Gegenüberstellung das Ergänzende wie Trennende beider Position in ein Spannungsfeld zu setzen.

Mit meiner künstlerischen Arbeit versuche ich mich dem Wesen der Wirklichkeit anzunähern, in dem ich sie in kleine subjektive Einheiten zerlege und zu einer Welt zusammen füge, die der ersten zwar ähnelt, sie aber nicht kopieren, sondern einsehbar machen will. [Lotte Schreiber]

Als Künstler und Filmemacher geht es mir  um die Zerlegung der Welt in seine Einzelteile, eine Sprengung des bekannten Rahmens, um dann aus den Bruchstücken eine neue Form für das Licht zu finden. [Siegfried A. Fruhauf]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Otto Saxinger

Dauer der Ausstellung: 17. Oktober bis 24. November

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr

 

KünstlerInnengespräch: Mittwoch, 7. November 2018, 19.00 Uhr

Lotte Schreiber und Siegfried A Fruhauf im Gespräch mit Claudia Slanar, Kunsthistorikerin / Kuratorin und Autorin, an der Schnittstelle Video/Film und bildender Kunst.

Mehr Informationen zu den KünstlerInnen:

Lotte Schreiber http://lotteschreiber.com/

Siegfried A Fruhauf https://www.siegfriedfruhauf.com/

 

 

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 16. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Zur Ausstellung: Beate Rathmayr, KunstRaum Goethestrasse xtd

Eröffnung der Ausstellung: Kulturstadträtin Doris Lang – Mayerhofer

Live zur Eröffnung: Image Memory III, Lotte Schreiber
Schaufenster –Beschriftungsaktion
mit: Betty Wimmer, Margit Greinöcker, Alice Möschl und Andreas Bukal

„In einer 2tägigen Beschriftungsaktion schreiben die Performer*innen Texte und Zitate von Filmemacher*innen über die Arbeit des Filmemachens spiegelverkehrt von Innen an die beiden großformatigen Glasscheiben des KunstRaums.  Die Entstehung des Textes kann so von der Straße aus in Echtzeit mitverfolgt werden. Das Schaufenster wird zum Screen im öffentlichen Raum, zum Daten- und Informationsträger. Je nach Entfernung des Betrachters transformiert sich die Information des Texts zum Ornament, zur reinen Textur.“ (Lotte Schreiber)

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