::: 2. DEZEMBER:::
LECK MICH – ICH KOMME
Ein Forum Theater von maiz
Eine Veranstaltung von maiz
Aufführung: 2. Dezember, 19.00 Uhr
KunstRaum Goethestrasse, Linz
Eintritt frei!
Schauspielerinnen: Jasminka Husic, Marissa Lobo, Albena Kotzeva, Anilia
Memic, Florina Platzer, Ceylan, Kim Carrigton
Moderation: Kim Carrigton
Künstlerische Leitung: Charlotte Brathwaite

Die Provokationen des Rassismus und die antirassistische Handlung von
Migrantinnen
Die Migrationsbewegungen und die Anwesenheit von MigrantInnen rufen –
also provozieren - eine stets restriktiver, protektionistischer und diskriminierender
werdende Gesetzgebung hervor. Auch eine Intensivierung und Verbreitung
von (latentem, aufgrund der Geschichte dieses Landes auf keinen Fall als
erstmalige Erscheinung zu bezeichnenden) Alltagsrassismus und Diskriminierungen
werden dadurch provoziert. Aus einer anderen Perspektive könnte ebenfalls
behauptet werden, dass MigrantInnen von Rassismus und seinen Auswirkungen/Aktualisierungsformen
provoziert werden. Was wird hier aber provoziert? Welche Intentionen werden
beabsichtigt? Welche Reaktionen sollen und können entstehen? Um das
widerständige Handlungspotential von Migrantinnen als Reaktionen/Aktionen
auf die rassistische Provokation zu erforschen und zu fördern, wählen
wir für die Umsetzung der Projektidee - im Einklang mit der Option
für eine Arbeit im Feld des Fiktionalen - die Methode des Forum Theaters.
Unter der Leitung einer Forum Theater-Pädagogin wird eine Gruppe
von Migrantinnen ein Stück entwickeln, in welchem eine Situation
von Konfrontation mit Rassismus (eventuell auch zum Zusammenspiel zw.
Rassismus und Sexismus) abgebildet wird. Bei den Präsentationen werden
Zuschauerinnen eingeladen aktiv im Stück mitzuwirken, um wie oben
bereits erwähnt, aus rassistischen Provokationen Möglichkeiten
der Reaktion und der widerständigen Aktion zu entwerfen und auszuprobieren.
Das Stück soll ausschließlich in Migrantinnenkontexten vorgespielt
werden. Geplant sind 6 Vorführungen im Zeitraum Oktober – November.
Das Projekt ist durch Land Oberösterreich im Rahmen des KUPF-Innovationstopfes
2006 gefördert.