::: 8. NOVEMBER:::
7. Kulturpolitisches Kamingespräch mit
Susanne König - UdK Berlin
Christoph Nebel - Kunstuniversität Linz
Moderation: Roswitha Kröll, Künstlerin und Kulturwissenschafterin
Linz
Lecture: 8. November, 19.30 Uhr
KunstRaum Goethestrasse, Linz
Das 7. Kulturpolitische Kamingespräch von KUPF - Kulturplattform
OÖ und KunstRaum Goethestrasse versteht sich als Auftakt einer mehrteiligen
Reihe, die sich mit den Grenzen und der Durchlässigkeit von Kunst
und Kultur hin zu anderen gesellschaftlichen Bereichen beschäftigt.
Die Auftaktveranstaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die Zugangsmöglichkeiten
für KünstlerInnen im sozialen Feld zu untersuchen. Es wird ein
Einblick in universitäre Ausbildungsangebote für Kulturschaffende
und KünstlerInnen gegeben, die über den künstlerischen
Produktionsprozess hinaus auch gesellschaftliche Bezüge herstellen.
Die Universität der Künste, Berlin bietet diesbezüglich
seit Jahren das Postgraduale Master-Studium „Kunst im Kontext“
an. Sowohl die künstlerische Begabung, als auch ein spezifisches
Interesse, hohe persönliche Kommunikationsfähigkeit und besondere
Belastbarkeit sind dabei grundlegende Voraussetzungen, ebenso wie die
Notwendigkeit, die künstlerische Arbeit in den unterschiedlichen
Bezugsfelder immer wieder neu zu begründen. Das Institut für
Kunst im Kontext steht in vielfältigen Kooperationen mit kulturellen
Einrichtungen in Berlin sowie in ganz Deutschland, pflegt zahlreiche internationale
Kontakte u.a. zur Kunstuniversität Linz und bietet den Studierenden
so zahlreiche Möglichkeiten zur Erprobung der eigenen Arbeit in der
Praxis.
Welche Erfahrungen haben die Lehrenden und Studierenden des Instituts
in ihren Projekten hinsichtlich des Anspruchs des gesellschaftlichen Bezugs
ihrer künstlerischen Arbeit gemacht? Welche Praxismodelle wurden
erprobt? Gibt es ein langfristige Kooperationen und nachhaltige Ergebnisse?
Unter welchen finanziellen Rahmenbedingungen wird das künstlerische
Arbeiten seitens der FördergeberInnen gesetzt? Wie weit werden diese
Projekte von öffentlicher Hand unterstützt, im Kunstkontext
und seitens der Öffentlichkeit wahrgenommen, wie akzeptiert?
Wie ist die Situation der Linzer Kunstuniversität? Gibt es Ansätze
für Ausbildungsmöglichkeiten von Studierenden mit erhöhten
gesellschaftlichen Bezug?
Susanne König
E-Mail: koenig.susanne@web.de
Susanne König ist wissenschaftliche Assistentin am Kunstverein Braunschweig.
Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität
Stuttgart und Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für
Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Seit 2001 promoviert sie bei
Prof. Dr. Wolfgang Kemp an der Universität Hamburg über das
Thema Analyse des Museumsprojekts ‚Musée d‘Art Moderne,
Département des Aigles‘ von Marcel Broodthaers in seinem
kulturellen, sozialen und politischen Diskurs. Veröffentlichungen
unter anderem in H-ArtHist, Neue Review und Texte zur Kunst.
Mag.a art Roswitha Kröll
geboren 1974. Künstlerin und Kulturwissenschafterin. Kunst- und Kulturarbeiterin.
Angestellte und freiberufliche Tätigkeiten in kunst- und kulturwissenschaftlichen
sowie -praktischen und -politischen Bereichen. Aktivistin bei Radio FRO.
Besondere Interessensgebiete: Politische Kunst- und Kulturarbeit, Öffentlichkeitsarbeit,
Kunsttheorien und Gender Studies, Feministische Forschung und Praxis,
Kunst- und Kulturvermittlung, Recherchetätigkeit, Reisen, Medienarbeit,
Redaktionelle Arbeiten, Radiomachen.
christoph nebel
geb. 1962 in basel, lebt und arbeitet in wien & linz. studium der
visuellen mediengestaltung an der universität für angewandte
kunst in wien.
internationale festival- und ausstellungsbeteiligungen, vorträge,
workshops, projektentwicklungen.
gründung und leitung der interdisziplinären klasse/wiener kunst
schule.
gemeinsam mit brigitte vasicek leitung des masterstudiengangs zeitbasierte
medien an der kunstuni linz.



Fotos: Barbara Landgraf