::: 25. – 26. November 2004 :::
We beg to differ
Christian Horvath, Josef Schörghofer, Wolfgang Zinggl
Arbeitstagung: Donnerstag, 25. – Freitag, 26. November/
November 25th – 26th
Donnerstag, 25. November
19 Uhr
Vortrag Wolfgang Zinggl, Depot Wien, Gründer Wochenklausur
„Was eigentlich ist Aktivismus in der Kunst?“
Freitag, 26. November
ab 10 Uhr
Infothek-Aufbau. TeilnehmerInnen Präsentationsmöglichkeit für
mitgebrachtes Informationsmaterial
12 – 13.30 Uhr
Vortrag Josef Schörghofer, Sozialarbeiter und Psychotheraput, Wien
„Psychiatrieerfahrung und Lebenskunst“
14 – 15.30 Uhr
Vortrag Christian Horvath, Obmann crazy industries, Wien
16 – 18 Uhr
open mic
Präsentation von Projekten an den Schnittstellen Kunst/Kultur/Sozialem
mit Schwerpunkt psychosoziale Gesundheit
18.30 – 20 Uhr
Resumee, Abschlussdiskussion
Beginnend in den 90er Jahren haben sich Strömungen im Kunst- und
Kulturfeld verstärkt mit Fragen von sozialen Anliegen/Zielgruppen
auseinandergesetzt. Es sind unterschiedliche Zugänge entstanden,
die sowohl in der Kunst als auch im sozialen Bereich ihre jeweilige Bezugsgröße
haben, sich jedoch getrennt voneinander definieren. Die Realität
von Projekten, die an Schnittstellen fungieren verlangt nach einer erneuten
Argumentation hinsichtlich eines bestehenden Kulturbegriffs, der diese
Diskussion bisweilen geprägt hat. Welche Rolle spielen Schnittstellen
– sowohl für Individuen als auch hinsichtlich einer gesellschaftspolitischen
Dimension? Welche aktuellen sozialwissenschaftlichen und/oder kunst- und
kulturtheoretischen Fragestellungen werden an die Schnittstellen gestellt?
Welche Zielsetzungen, Ansprüche und Erwartungen stehen hinter dem
„boomenden“ Aktivismus?Wer sind die AkteurInnen, aus dem Kunst-
und Kulturbetrieb, aus der Kulturtheorie, dem Sozialbereich, den Sozialwissenschaften,
die sich in diesem kontroversiellen Überschneidungsterrain bewegen?
Was sind unterscheidbare Charakteristika, typische Erscheinungsformen,
Motivationen, Zielsetzungen und die Konsequenzen ihrer Arbeit?
Welche Annahmen, wissenschaftlichen Erkenntnisse, gängige Ansätze
liegen dem Handeln zugrunde?
Welche Begriffe werden hier wofür verwendet – und warum?
Die Auseinandersetzung mit Ansätzen, Zugängen, Ansprüchen
und Erfahrungen wird in Form von Vorträgen und Präsentationen
anhand von Praxismodellen an der Schnittstelle Kunst/Kultur und Soziales
mit Schwerpunkt psychosoziale Gesundheit erfolgen.
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Einrichtung Kunst und Kultur/
KunstRaum Goethestrasse, pro mente OÖ, laden wir Sie zu Diskussionen,
Präsentationen und zur Vernetzung ein.
Starting with the 90ies the discourse in the field of art and culture
has been dealing with questions regarding social concerns/target groups.
Diverse approaches have been developped both in art and the social field
where each of them has its reference point in the prevailing discipline
and defines itself apart from the other. The fact that there are projects
that exist at the intersection requires a new argumentation with regards
to the currently unsed term culture that has defined the discourse so
far. What role do intersections play for individuals as well as in the
socio-political sphere? What questions are asked from the perspective
of social science, art and cultural theory? What aims, demands and expectations
are the reason for the “booming” activism?
The discourse with regards to approaches, demands and experiences will
take place in the form of lectures, presentations of examples at the
intersection of art/culture and social field with an emphasis on
psycho-social health.
Against the background of the experiences of Kunst und Kultur/ KunstRaum
Goethestrasse, pro mente OÖ, we would like to invite
you to discussions, presentations and the creation of networks.