Kunstraum Goethestrasse

::: 8. Oktober 2005 :::

best off 05

Karin Fisslthaler: „Age Delay“ (nuit)
Nicole Knauer: >curious implantation< @ tokyo05 „Land der Glücksbringer“
Pia Schauenburg: „Ein Österreichspiel für die Hauptsaison“

Spezial Ausstellungseröffnung:
Samstag, 8. Oktober 2005, 19 Uhr
Eröffnungsspecial 19–21 Uhr: „Okonomiyaki Performance“ *

Dauer der Ausstellung:
7.–14. Oktober 2005; Freitag–Freitag, 14–18 Uhr

In der Reihe hope/hospitality des KunstRaums 2005 rückt das Thema des sozialen Ungleichgewichts ins Zentrum. Die im Rahmen von best off 05 ausgewählte Arbeiten von Studierenden der Kunstuniversität Linz von Karin Fisslthaler, Nicole Knauer und Pia Schauenburg mischen sich ein.

* Vor Ort am Okonomiyaki-Tisch zubereitet, wird das traditionell verankerte Gericht aus Japan mit Sake von 19–21 Uhr serviert.


Fotos: Barbara Landgraf

„Age Delay“ (nuit)
Karin Fisslthaler
A 2004, Video, 2:55 Min.
Video: Karin Fisslthaler
Sound: Cherry Sunkist
Das Ausgangsmaterial für die Arbeit entstammt einem Übungsvideo aus den frühen 80er Jahren für Gesichtsgymnastik. Um das absurde Minenspiel der Frau zu rhythmisieren griff Karin Fisslthaler mittels Schnitt minimal in die Abfolge ein, verzögerte sie, was dem Prinzip des „Delays“ nahe kommt, und teilte sie als Entsprechung für das musikalische Schema in 4er Blöcke.
Age Delay (nuit) lautet der Name einer Antifaltencreme von Chanel und erschien der Künstlerin perfekt für die verwendeten formalen und inhaltlichen Elemente.


>curious implantation< @ tokyo05 „Land der Glücksbringer“
Nicole Knauer
>curious implantation< ist ein längerfristig angelegtes Projekt von Nicole Knauer, in dem ein utopisches Freiheitsbild durch die Transformation von weißen Kabelbindern zu einer Kunstwiese in Form einer Raumplastik thematisiert wird. Als Zwischenschritt dazu, präsentiert die Künstlerin die Struktur der Raumplastik in Form einer Wandmalerei. Speziell für best off 05 führt Nicole Knauer das Thema der „Mystifizierung von Dingen“ weiter indem sie uns in die Welt der japanischen Märchen und Glücksfiguren für Gastfreundschaft mittels Audioeinspielungen und Performances entführt.


„Ein Österreichspiel für die Hauptsaison“
Pia Schauenburg
Die deutschen Touristen waren stets ein gewohnter Anblick in den Alpen. Doch neuerdings sind mehr und mehr Bundesbürger auf Arbeitssuche in den Bergregionen. Die Österreichischen Alpen werden zum (ungewollten) Treffpunkt von Ost, West, Nord und Süd, von Urlaub und Arbeit, von Erwartung des „Authentischen“ und Erfüllung des Klischees.
Wird die Tarnung der deutschen Kellnerin entlarvt?
Oder bleibt das Rollenspiel einseitig?
Auf welcher Seite will man stehen?
Und was geschieht mit dem Zauber der Alpen?






Karin Fisslthaler
Geboren 1981 in Oberndorf/ Sbg.
seit 2000 Studium an der Kunstuniversität Linz, Bildende Kunst und Kulturwissenschaften/ Experimentelle Gestaltung
2003/04 Studienaufenthalt in Berlin
Mitglied des KünstlerInnenkollektivs a.s.a.p. und IFEK/ Frohsinn
Seit 2004 Musikerin unter dem Namen Cherry Sunkist
diverse Ausstellungen und Screenings u.a.:
„Berlin Documents“, „KlingKlang Karacho “, ESC im Labor, Graz; 2005
„Vivian und Edward“, Film Festival Novo Mesto ,Slovenien, 2003
„Vivan und Edward“, Videoprogramm, Diagonale, Graz, 2003
„Telemotion“ (mit a.s.a.p), Steirischer Herbst, Graz,2002
www.asap-lab.org
www.cherry-sunkist.net

Nicole Knauer
Geboren 1967 in Überlingen/Deutschland. Wohnort: München/Deutschland, Linz/Österreich.
Studium Grafik & Kommunikationsdesign, München; 2002-2003 Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz/Österreich van Lieshout, Joep; seit 1999 an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz/Österreich bei Prof. Ursula Hübner
Nicole Knauer arbeitet vor allem in den Bereichen: Kunst im öffentlichen Raum, Kunst am Bau, Video + Fotografie, Installation, künstlerische Intervention, Malerei und Grafik.
Ausgewählte Ausstellungen/Projekte 2004 :
„System Paranoia“ Grafiken auf Antilauschtapete. Einzelausstellung, Galerie 5020, Salzburg/Österreich.
Teutopia, Zusammenarbeit mit Atelier van Lieshout. Projektleitung Teutopia und Kuration des Begleitprogramms. Kunst im öffentlichen Raum, temporäre Installation. München/Deutschland.
em_trånsito, Video-Installation: 70 min. delay, Goetheinstitut Lissabon+Galerie Monumental, Lissabon/Portugal.

Pia Schauenburg
1977 geboren in Mönchengladbach, NRW Deutschland
1998 Beginn des Studiums Experimentelle Visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz, Österreich
2001 Einjähriger Studienaufenthalt am College For Architechture and Fine Arts am UIC, Chicago, USA



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