Eine Ausstellung im Rahmen der Ars Electronica 2004 – Timeshift Die Welt in 25 Jahren Eröffnungsperformance / opening performance: John Cambeul Eröffnungsworte opening speech: Gerfried Stocker, Artistic Director Ars Electronica Karel Dudesek, Ravensbourne College of Design and Communication Ravensbourne College of Design and Communication – Postgraduate Faculty (GB) präsentiert Experimente mit interaktiven Objekten und Rauminstallationen sowie digitale Netzwerkprojekte. Kuratiert von Karel Dudesek und Jim Wood. Jon Cambeul Wacom Guitar The Wacom Guitar ist ein eigens entwickeltes Musikinstrument für „Echtzeit-Kompositionen“, das auf Basis des Wacon Tablets dazu dient, während einer Live-Performance Ton- und Bildsequenzen über einen Laptop zu steuern. Den Anstoß dazu lieferten zwei Rock-Gitarren-Bands, Status Quo und ZZ Top. Die Art und Weise, wie diese ihre Gitarren halten, ist ziemlich spektakulär; es wäre doch spannend, wenn eine elektronische One-Man-Band in Echtzeit auftritt, und zwar mit einem Wacom Tablet anstatt hinter einem Laptop zu stehen. Martine Hermsen The Word Watcher Word Watcher ist ein kognitiv-interaktives Fremdsprachen-Lernspiel, das dreidimensionale Darstellungen statistischer Strukturen der englischen, französischen, niederländischen und deutschen Sprache erzeugt. Sobald ein/e BenutzerIn einen Satz eintippt, visualisiert der Word Watcher das Vorkommen von Buchstaben, Buchstabenkombinationen und Wörtern, analysiert sie und schließt daraus, in welcher Sprache der eingegebene Text geschrieben wurde. Die Herausforderung ist nun, Sätze zu (er)finden, die nicht zugeordnet werden können und so als BenutzerIn ein grundlegendes Verständnis für die Schreibweise in den unterschiedlichen Sprachen zu entwickeln. Noe Kozuma SPICE *Spice – Memories of Curry* ist eine begehbare interaktive Rauminstallation, die auf Alltagsgegenstände projizierte Bilder mit Geräuschen und dem aromatischen Duft von Gewürzen kombiniert. Durch physische Interaktion können TeilnehmerInnen versuchen, Speisen (wieder) zu erkennen: öffnet man die Haube, beginnt das Video der gewählten Speise zu laufen und wird auf den Teller projiziert. Woher kommt die Definition von Geschmack? Wie definierst du deinen Geschmack? Warum vermittelt Essen Gefühle? Die Installation präsentiert jene Gewürze, die Curry-Gerichte aus vier verschiedenen Kulturen ausmachen: aus Japan, Mexiko, Indien und Thailand. Markus Quarta ISS Cube ISS Cube ist ein intuitiv und interaktiv nutzbares Tonobjekt, bestehend aus einem Surround-Sound-Mixer, der die Position verschiedener physischer Objekte auf einem Tisch aufzeichnet und so mehreren AkteurInnen zugleich erlaubt, gemeinsam eine non-lineare Tonlandschaft zu schaffen, die über vier rundum positionierte Lautsprecher wieder im Raum hörbar wird. Jeder der Gegenstände auf dem Tisch dient der Steuerung und Veränderung sowohl der Lautstärke als auch der Position verschiedener Geräuschquellen. Töne, Tonsequenzen und Geräusche unterschiedlichster Kategorien lassen sich durch einfaches Bewegen der Objekte anwählen, positionieren, mischen und verändern. Yasser Rashid Sonic Mobile Sonic Mobile ist ein Projekt in progress, das anhand eines interaktiven, mit Handys manipulierbaren Tonraumes untersucht, wie Mobiltelefone als Möglichkeit der Kommunikation, Interaktion und Navigation im öffentlichen Raum genutzt werden können. Etwa indem das Handy als kreatives musikalisches Interface aufgefasst wird, das mehreren Personen gleichzeitig erlaubt, Töne und Samples zu spielen, zu mixen und zu manipulieren. Der Augenmerk liegt dabei darauf, wie verschiedene Leute zusammenspielen und sich austauschen, indem sie ein Gerät benutzen, das zumeist nicht kreativ eingesetzt wird. Nagore Salaberria The m.pleasure Mobile, tragbare Zärtlichkeitseinheit. Tragbarkeit und ständige Einsatzbereitschaft, immer und überall, die absolute Grundbedingung für jedes technische Kommunikationsgerät heutzutage, machen Mobiltelefone zu den zentralen Bezugspersonen unseres Alltags. Dank Bluetooth-Technologie wurde die Tragbarkeit und somit die Körpernähe noch weiter verstärkt. Dieser ständige technische Fortschritt verändert auch unsere Beziehung zu technischen Geräten, insbesondere zum Telefon. Unsere Handys sind uns bereits so „ans Herz gewachsen“, dass sie zum Teil unseres Körpers werden. Wir mutieren zu Kommunikations-Cyborgs. Mobile Pleasure Unit ist ein Produkt, das unsere Beziehung zum Handy noch weiter vorantreibt. Ein Bluetooth-fähiges Mobiltelefon wird zum Zärtlichkeits-Interface für die dislozierten Liebsten in der Ferne. Es evoziert körperliche Erlebnisse, indem es direkt mit den empfindsamsten Körperzonen verbunden wird – eine Übersetzung immaterieller digitaler Nachrichtenübermittlung in fühlbare Berührung. Mintra Tansukhanunt Memory Tree Inspiriert durch die Abhandlung Ars Memoria und den Wunsch, persönliche Erinnerungen durch Visualisierung im virtuellen Raum zugänglich zu machen, versucht Memory Tree, die Greifbarkeit des menschlichen Erinnerungsvermögens in einem Computersystem zu simulieren. Computer gehen beim elektronischen Speichern ähnlich vor wie das menschliche Gehirn, das Verbindungen zwischen Hirnzellengruppen benutzt, um Erlebnisse elektrochemisch aufzuzeichnen. Ein Kamera-Handy ersetzt hier das menschliche Auge und sendet die aufgenommene Bildinformation per e-mail an das Computersystem.
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