| ausgangspunkt raum medium egal | |||
ausgangspunkt raum medium egal ist ein Projekt von fünf StudentInnen der Meisterklasse Malerei (Leitung: Ursula Hübner AssistentInnen: Lotte Lyon und Paul Horn) der Universität für Gestaltung / Linz. Der Titel spiegelt im Grunde einen pragmatischen Prozess einer Gruppenausstellung wieder, der mit banalen Fragen beginnt - die aber letztendlich den Produktionsprozess entscheidend beeinflussen. Ausgangspunkt Raum : Wieviel Raum steht zur Verfügung? Inwieweit ist der Bezug zu den anderen Arbeiten entscheidend? Wo lassen sich gemeinsame Interessen konzeptuell filtern und räumlich verwirklichen? Medium egal bezieht sich auf eine generelle Diskussion, die seit längerem die Malerei intendiert. Inwieweit ist die klassische Form der Malerei in der jeweils eigenen Arbeit als primäres Medium relevant, und inwieweit ist es "nur" Teil eines Gesamtkonzeptes. Wolfgang Dieter Bauer, Andrea Krenn, Karoline Meiberger, Stefan Mittlböck-Jungwirth und Franz Obojes setzen sich mit der Struktur des Raumes auseinander. Die Frage nach physischer Aneignung aber auch symbolischer Nutzung stehen ebenso im Vordergrund wie nach Individualisierungsprozessen. Der Raum gilt dabei als Basis der Überlegungen. Der Fokus dreht sich also darum, ob und wie das Konzept Raum verstanden werden kann.
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Für Stefan Mittlböck-Jungwirth besteht dieses simpel in der "opimalen" Nutzung. Er bemalte die gesamten Galeriewände mit grossflächigen Malereien, die bis 16.1.im KunstRaum zu sehen sind, bevor sie dem Konzept und dem Anspruch an eine Gruppenausstellung entsprechend wieder übermalt werden. Als Bildvorlage dienen Fotografien aus dem Tagesgeschehen. Während der eigentlichen Ausstellung wird sein Projekt nur mehr in Form einer Dokumentation präsent sein.
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Wolfgang Dieter Bauer hingegen spielt mit der Überlegung "Was wäre wenn..." Er nützt die Malerei als Medium der Realitätsverfremdung. Er montiert Bilder aus dem öffentlichen Raum so zusammen, dass sie nur mehr "seiner" Realität entsprechen und erzeugt dadurch andere Zusammenhänge.
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Andrea Krenn geht dem Raum in Form einer Befindlichkeit nach. Wie formuliert sich persönliche Raumqualität? -steht als Frage im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie baut einen kleinen intimen Raum, der sich aber zu seinem Umraum in Beziehung setzt, und eigentlich erst dadurch seine Definition erfährt.
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Karoline Meiberger nimmt Bezug auf die Intention von Andrea Krenn, dem "Raum im Raum"- Prinzip, indem sie den Blick von außen nach innen lenkt. Mit Sicht in ein Miniatur-Modell hinein muss sich der Betrachter auf kleinteilige Details konzentrieren.
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Franz Obojes nimmt sich der Frage an, wie das Verhältnis von medialer, realer und malerischer Bildwahrnehmung gestaltbar ist. Seine auffallend grossformatigen Arbeiten loten den Schein und Wirklichkeit von privaten Räumen, vorwiegend dem Alltag zugeordenten Räumen wie Küchen aus, indem er den Blick auf die sogenannten gestalterischen Komponenten richtet.
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